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Salzgewinnungsvorhaben Firma Nobian

Für die Gemeinde Bunde steht der bestmögliche Schutz des Eigentums unserer Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben ist es der Gemeinde Bunde wichtig, die Probebohrung verständlich einzuordnen. Diese Probebohrung dient ausschließlich der geologischen Untersuchung. Sollte die Probebohrung genehmigt werden, hat sie keine unmittelbaren oder dauerhaften Auswirkungen auf die Umgebung, auf Gebäude oder auf den Alltag der Menschen vor Ort. 

Deshalb ist entscheidend: Die eigentliche Weichenstellung erfolgt erst nach der Probebohrung. Wenn anschließend ein Antrag auf Salzabbau gestellt wird, beginnt ein noch umfangreiches Genehmigungsverfahren mit klaren rechtlichen Vorgaben, Beteiligungsrechten und Prüfungen.

Genau an diesem Punkt stehen wir als Gemeinde an der Seite der Bürgerinnen und Bürger. Verwaltung und Politik werden diesen möglichen Genehmigungsprozess sehr eng begleiten auch mit externer Unterstützung. Dies werden wir dann intensiv tun transparent, kritisch und im offenen Dialog mit der Bevölkerung.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat den Rahmenbetriebsplan für die erste Projektphase der geplanten Solegewinnung bei Bunde (Landkreis Leer) zugelassen. Das Unternehmen Nobian will Kavernen aussolen, um hochreines Salz für die chemische Industrie produzieren zu können. Dazu hatte das LBEG von dem Unternehmen einen Rahmenbetriebsplan gefordert, den Nobian vorgelegt hat und der nun zugelassen werden konnte. 

Aus mehreren Kavernen soll Sole gewonnen werden, die dann zur Salzgewinnung nach Delfzijl in die Niederlande transportiert werden soll. Dafür hatte die Nobian Deutschland GmbH bereits im Dezember 2023 die bergrechtliche Erlaubnis für die Aufsuchung von Sole vom LBEG erteilt bekommen. 

Der nun zugelassene Rahmenbetriebsplan dient zunächst einmal dafür, die grundsätzliche Machbarkeit des bergbaulichen Projekts festzustellen und die Einvernehmenserklärung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) zu erlangen, die gemäß § 21 des Gesetzes zur Suche und Auswahl eines Standortes für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle (Standortauswahlgesetz - StandAG) nötig ist.

Mit dem jetzt zugelassenen Rahmenbetriebsplan legt Nobian dem LBEG nun im weiteren Verlauf der ersten Projektphase einen Hauptbetriebsplan zur Aufsuchung, einen Sonderbetriebsplan für den geplanten Bohrplatz sowie einen Sonderbetriebsplan zum Abteufen der Erkundungsbohrung Bunde K1 zur Genehmigung vor. Das Unternehmen vermutet nordwestlich der Ortschaft Bunde im tiefen Untergrund einen Salzstock, aus dem sich Sole gewinnen lässt. Die geplante Erkundungsbohrung soll Aufschluss unter anderem darüber geben, ob sich dort Salz im sogenannten Kavernenbergbau gewinnen lässt und ob die Qualität ausreichend ist. 

Nach Auswertung der Daten aus der Erkundungsbohrung entscheidet das Unternehmen darüber, ob sich das geplante Projekt umsetzen lässt. In diesem Fall wären weitere Genehmigungen und Betriebspläne erforderlich. Anderenfalls würde die Erkundungsbohrung komplett verfüllt und die Oberfläche wieder nutzbar gemacht werden. 

Weitere Informationen zum Salzgewinnungsprojekt finden Sie auf der Website des Projektträgers: salzgewinnung-bunde.de

Pressemitteilung der Firma Nobian vom 08.01.2026

Der Landkreis Leer hat Nobian am 08.01.2026 die Genehmigung zum Ausbau der Zuwegung zum vorgesehenen Bohrplatz für eine Probebohrung erteilt. Der Weg verläuft über das Feld westlich der Steinhausstraße; die Bauarbeiten finden daher überwiegend auf Privatflächen statt. Sichtbar für Anwohnende wird vor allem die Verbreiterung der Anbindung des Weges an die Steinhausstraße sein.

Der Baubeginn ist für den 14. Januar 2026 vorgesehen. Aufgrund der Wetterlage wird dann zunächst nur Material angeliefert. Nobian und die beauftragte Baufirma JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG werden - auch in Absprache mit den lokalen Behörden - durch entsprechende Beschilderungen für eine dauerhaft sichere Situation sorgen, sodass die Beeinträchtigungen für den Verkehr so gering wie möglich bleiben.

Die Genehmigung des Landkreises Leer bezieht sich auf eine „1.500 Meter lange Zuwegung zum Bohrplatz für den Salzabbau am Standort Bunde“. Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte Nobian folgendes klarstellen: Der Weg führt zunächst ausschließlich zu einem (noch zu bauenden) Bohrplatz einer von Nobian geplanten Probebohrung. Eine Entscheidung über einen möglichen späteren Salzabbau in Bunde kann erst getroffen werden, wenn die Ergebnisse der Probebohrung vorliegen. Die Genehmigung zur Errichtung des Bohrplatzes durch das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) steht noch aus.

Sobald uns weitere Informationen zum Salzabbauprojekt der Firma Nobian vorliegen, werden wir diese an dieser Stelle veröffentlichen. 

Erlaubnisfeld Bunde